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Geschichte ab 1964

 

1964
Während dieses Jahres befasst sich der Vorstand in mehreren Sitzungen mit der Wegverlegung. Präsident Pius Weber hatte von Max Felchlin die Vertragsentwürfe erhalten; darnach soll Max Felchlin bereit sein, Fr. 70 000.-- für eine Wegverlegung zur Verfügung zu stellen. Die Kosten waren von lng. Franz Pfister mit Fr. 57 765.-- errechnet worden, zuzüglich Ingenieurhonorar und Unvorhergesehenes. Die Generalversammlung 1964 steht ganz im Zeichen des 100-Jahr-Jubliäums. Bei schönstem Wetter findet am 3. Oktober eine Mythenfahrt statt, an welcher ca. zwanzig Mythenfreunde teilnehmen. Zur Generalversammlung auf der Holzegg-
terrasse kann Präsident Pius Weber siebenundzwanzig Mythenfreunde begrüssen.
lm Mittelpunkt der Traktanden steht das Projekt der Wegverlegung. Fritz lneichen, als profunder Kenner der Verhältnisse, hatte zuvor in der Lokalpresse und in der Radiosendung über den Mythenweg eingehend orientiert. Nach zahlreichen Diskussionsvoten beschliessen die Mythenfreunde an der denkwürdigen Jubiläums-Generalversammlung einstimmig die Beibehaltung des alten Weges über die Totenplangg, wobei verschiedene Wegverbesserungen geprüft und realisiert werden sollen.

1966
Während diesem Jahr befasst sich der Vorstand hauptsächlich mit der Wegverbesserung. Die Generalversammlung vom 8. März fasst einige bedeutsame Beschlüsse. So findet eine Statutenänderung die Genehmigung durch die Generalversammlung, nach welcher die Anteilscheine aufgegeben werden. lnskünftig soll von Neumitgliedern eine Eintrittsgebühr von Fr. 25.-- und von allen Mitgliedern ein Jahresbeitrag von Fr. 5.-- erhoben werden. Die neuen Statuten waren von Ständeratspräsident Dr. Dom. Auf der Maur ausgearbeitet worden. Die Mythenfreunde geben auch grünes Licht für die Verbesserung des Mythenweges. Mit den Arbeiten, die auf ca. Fr. 2000.-- bis Fr. 3000.-- geschätzt wurden, werden Mythenpächter von Euw und J. Schatt beauftragt.

1967
lm Jahresbericht der Generalversammlung vom 10. März erwähnt Präsident Pius Weber, dass der untere Teil des Mythenweges ausgebaut worden sei und dieses Jahr der obere Teil zur Ausführung gelange. lm Berichtsjahr war auch Leo Fellmann verstorben, der sich als Verfasser der Geschichte der Mythengesellschaft bleibende Verdienste erworben hat. Der Kassier Dominik Hicklin muss eine Vermögensverminderung von rund Fr. 4400.-- bekannt gegeben. Nach seinen Ausführungen bestand aber deswegen kein Grund zur Beunruhigung, denn es handelte sich bei verschiedenen Posten um einmalige Ausgaben, wie z.B. ein Beitrag von Fr. 2000.-- an die Herausgabe eines neuen Mythenführers an den Murbacherverlag, an Reparaturen am Seilbock (Fr. 1600.--), an Arbeiten am Mythenweg (Fr. 903.--) sowie die Abfindung an die Gemeinde Alpthal (Fr. 400.--). Der neue Mythenführer fand guten Absatz und Fritz lneichen befasst sich bereits mit der Herausgabe einer zweiten Auflage. Zur Entlastung der Gemeindefinanzen verzichten die Mythenfreunde gemäss einstimmigem Beschluss auf den bisherigen Gemeindebeitrag von Fr. 200.-- ohne Präjudiz für die Zukunft, und in der Hoffnung, dass dieses Beispiel Nachahmung finden würde.
Der Vorstand befasst sich im Herbst auch mit der Ablösung des bisherigen Mythenpächters M. von Euw, nachdem sich ein lnteressent - Albert Klein - gemeldet habe.
Das Mythenhaus war diesen Sommer vom 17. Juni bis 23. Oktober geöffnet und die Besucherzahl erreichte, nach vagen Schätzungen des Pächters, rund zwanzigtausend Personen.
Erstmals erfolgt der Warentransport auf den Grossen Mythen durch einen Helikopter der Heliswiss, besonders weil enorme Schneemassen hinter den Mythen den Weg unpassierbar machten. Mit der grossen Maschine konnten 1000 Kilo transportiert werden oder ca. 700 Flaschen Wein und Mineralwasser. Die Kosten beliefen sich auf Fr. 300.-- für den Anflug und Fr. 240.-- für jeden Flug lbergeregg-Mythen. Der gesamte Aufwand belief sich auf Fr. 3650.--. Trotzdem beschliesst der Vorstand auf Wunsch des Pächters, das Transportseil nochmals instandstellen zu lassen. Die Reparatur veranschlagt die Firma Garaventa auf ca. Fr. 1700.-- bis 2000.--. Die Anlage war am 1. August wieder einsatzbereit.
Eine neue Anlage wurde von der Firma Garaventa mit ca. Fr. 25 000.-- veranschlagt.

1968
Die Wahlen an der Generalversammlung vom 22. März ergeben eine teilweise Neubesetzung des Vorstandes. Präsident Pius Weber hatte seine Demission eingereicht, nachdem er während 31 Jahren dem Vorstand angehört hatte, davon 11 Jahre als Präsident. Den Austritt aus dem Vorstand gibt auch Kassier Dominik Hicklin. Als neuer Präsident beliebt Oskar Trutmann, und als neue Vorstandsmitglieder werden Alois Rey, Präsident der Sektion Mythen SAC, und Walter Lacher, Zeughausverwalter, gewählt. lm Amte bestätigt werden Hugo Triner, Aktuar und Paul Weber.
Zwei weitere Ereignisse prägen noch das Jahr 1968: Anlässlich der Vorstandssitzung vom 5. November wird Albert Klein aus vier Bewerbern zum neuen Mythen-Pächter gewählt. Ausserdem beschliesst der Vorstand die Transportseilbahn abzubrechen und das Material - Seil, Seilhütte, Motor - bestmöglich zu veräussern, nachdem das Seil während des letzten Winters erneut gerissen war. Im Laufe des Sommers wird auch das Rohmaterial für eine neue Abortanlage per Helikopter auf den Mythengipfel transportiert.

1969
Anlässlich der Generalversammlung vom 21. März, die nur gerade 20 Minuten dauert, wird Mythenpächter Martin von Euw verabschiedet und mit einer Zinnkanne geehrt. Er hatte während 17 Sommern die Mythenbergsteiger auf dem Gipfel betreut. Das Vermögen der Mythenfreunde beträgt zu diesem Zeitpunkt nur noch Fr. 1426.--. Das Mythenhaus war mit Fr. 86 000.-- versichert und die Transportseilanlage mit Fr. 12 000.--. Am 17. Mai erfolgt die Übergabe des Mythenhauses an den neuen Pächter Albert Klein. Während des Sommers legt Albert Klein den Weg nach Holzegg und retour auf den Mythen 152 mal zurück.

1970
Der Verein der Mythenfreunde zählt am 17. April, am Tage der Generalversammlung, 90 Mitglieder. Die Seilbahn war wieder defekt und eine lnstandstellung sollte rund Fr. 6000.-- beanspruchen. Deshalb wird ein Entscheid noch aufgeschoben. Für Albert Klein ist die Beseitigung der Abfälle eines der grössten Probleme. Mit Beschluss vom 9. März hat der Regierungsrat die Mythen zum totalen Pflanzenschutzgebiet erklärt, und damit einer Eingabe der Mythenfreunde entsprochen. lm Laufe dieses Jahres werden durch den Pächter verschiedene Reparaturen am Haus und Weg ausgeführt und einige Anschaffungen getätigt. Da Albert Klein die Seilbahnanlage nicht mehr benutzen konnte (defekt) und das Seil von Zwüschet-Mythen aus nichts nütze, beschliesst die Generalversammlung den Abbruch der Anlage.
Auch wird der Vorstand beauftragt, eine Neu-Auflage des Mythenpanoramas vorzubereiten. Nach den Ausführungen von Walter Lacher würde bei einer Auflage von 5000 Expl. ein Exemplar auf Fr. 2.66 zu stehen kommen.
Am Bettag hat der Mythengipfel Rekordfrequenzen zu verzeichnen. Albert Klein zählt zwischen 10 und 11 Uhr dreihundertachtzig Mythenbesucher und von 11 bis 15 Uhr je vierhundertzwanzig Personen pro Stunde! Als notwendig stellte sich die Anschaffung eines Gasherdes heraus. Auch die Installation eines Telefons ist jetzt möglich, nachdem die PTT die Bewilligung für ein Funktelefon erteilt hat.

1972
lm Berichtsjahre wird die Rechnung hauptsächlich durch die lnstallation einer UKW-Telefonanlage (Fr. 2874.--) sowie durch die Anschaffung eines Gasherdes (Fr. 536.--) belastet. An der Generalversammlung vom 24. April wird Willy Auf der Maur neu als Vertreter der Sektion Mythen SAC in den Vorstand gewählt. Das Mythenkreuz ist nicht mehr reparierbar und muss erneuert werden. Die Herstellungskosten, ohne Transport, werden auf ca. Fr. 4000.-- geschätzt. Das neue Kreuz, hergestellt durch die Firma Paul Weber, wird am 14. Juli von der Heliswiss ab Haggenegg zum Gipfel geflogen. Die Herstellungskosten betragen Fr. 7500.--, die Transportkosten Fr. 1530.--. Die Mythenfreunde erhalten auf ihr Gesuch hin Zuwendungen von der Gemeinde Schwyz (Fr. 2000.--), der Gemeinde Ingenbohl-Brunnen (Fr. 1000.--) und von den Verkehrsvereinen Schwyz und Brunnen (je Fr. 500.--). Das Wasserreservoir wird durch Blitzschlag zerstört und muss erneuert werden.

1973
Der Jahresbeitrag wird von bisher Fr. 5.-- neu auf Fr. 10.-- erhöht, die Eintrittsgebühr jedoch wie bisher auf Fr. 25.-- belassen.
Auf Schwierigkeiten finanzieller Natur stösst die Herausgabe des neuen Mythenpanoramas. An die Kosten von Fr. 16 000.-- hat sich Albert Klein bereit erklärt, Fr. 4000.-- zu übernehmen. Von der Sektion Mythen wird ein Beitrag von Fr. 8000.-- erwartet, vom Verein der Mythenfreunde Fr. 4000.--. Franz Lusser erklärt sich bereit, diesen Betrag von Fr. 4000.-- zu übernehmen. Ein neues Wasserreservoir, bestehend aus zwei überdimensionierten Zementrohren, wird erstellt. Der Transport erfolgt durch Helikopter von der Haggenegg aus. Die Seilbahnhütte auf Zwüschet Mythen kann für Fr. 900.-- an die Genossame Schwyz verkauft werden.

1974
Beim ersten Mythenbesuch stellt Pächter Albert Klein fest, dass ein Blitzschlag neuerdings beträchtliche Schäden verursacht hat. Die Telefonanlage und die Fahnenstange sind demoliert, ebenso der Haupt-Blitzableiter. ln der Stube ist das Täfer angekohlt und das Futter der Haustüre gesprengt.
lm Mai erfolgt die Ablieferung der ersten Exemplare des neuen Mythenpanoramas. Die Selbstkosten pro Exemplar betragen
Fr. 3.50. Der Verkaufspreis ist noch nicht festgelegt. Die Sektion Mythen SAC hat den Beitrag von Fr. 8000.-- genehmigt.

1975
Sowohl die Fahnenstange, wie auch die 4 x 4 m grosse Fahne muss ersetzt werden. An der Generalversammlung vom 9. Mai gedenkt Präsident Oskar Trutmann des verstorbenen Bankverwalters Dominik Hicklin, der während vielen Jahren das Amt als Kassier bei den Mythenfreunden inne hatte.
Zwei Probleme harren immer dringender einer Lösung: einmal das Toilettenproblem, anderseits das Abfallproblem. Der Vorstand wird beauftragt, für beide Problemkreise eine Lösung zu suchen und entsprechende Anträge einzubringen. An eine neue, hygienische Abortanlage haben verschiedene Spender bereits Fr. 2000.-- zur Verfügung gestellt. Der Vorstand beschliesst in seiner Sitzung vom 5. September die Anschaffung eines Destroilet-WC mit Münzapparat, einem gasbetriebenen Generator mit Ladegerät, zum Offertpreis von Fr. 6000.--. Die jährlichen Betriebskosten werden mit ca. Fr. 700.-- veranschlagt.

1976
Der Vorstand erfährt eine teilweise Erneuerung und Umbesetzung. An der Generalversammlung vom 7. Mai demissionieren Präsident Oskar Trutmann, der 21 Jahre dem Vorstand angehört, davon 8 Jahre als Präsident, und Aktuar Hugo Triner, der dieses Amt während 23 Jahren versieht. Zum neuen Präsidenten wird der bisherige Kassier Walter Lacher erkoren, die Kasse betreut inskünftig Oskar Trutmann jr., während Rochus Schuler-Ott das Aktuariat übernimmt. Bestätigt werden Alois Rey und Willy Auf der Maur als Beisitzer.

1977
Ein Augenschein durch den Vorstand hat ergeben, dass das Mythenhaus dringend einer Renovation bedarf. Verschiedene Balken vor allem auf der Ost- und Südseite sind verfault, der Fussboden bricht durch und die Einschindelung ist stark verwittert. Ausserdem ist die Küche zu klein und das WC sollte eingebaut werden können. Die Kosten für diese Sanierung belaufen sich gemäss eingeholten Offerten auf rund Fr. 45 000.--. An der Generalversammlung vom 26. Mai im Restaurant «Magdalena» erwächst diesem Projekt durch eine auswärtige Dreiergruppe Opposition, wobei die Diskussion z.T. polemisch geführt wird. Schliesslich wird aber der Antrag des Vorstandes mit 19 Ja gegen 3 Nein gutgeheissen. Diskutiert wird auch das Projekt eines Wanderweges rund um die Mythen, das Hans Sutter, als Beauftragter der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege, anhand von Plänen und Skizzen vorstellt. Trotzdem das Projekt gemäss Sutter vom SAW beschlossen ist, hegen mehrere Mythenfreunde, welche das Gebiet bestens kennen, erhebliche Bedenken und weisen auf die vorhandenen latenten Gefahren - Steinschlag, Felsabbruch - hin.
Noch im Jahre 1977 wird mit den Renovationsarbeiten am Mythenhaus begonnen. Anfangs Oktober finden die Heli-Flüge statt und noch vor Wintereinbruch werden die Felssprengungen durchgeführt und die Fundationen erstellt. Für die Kosten steht ein Bankkredit von Fr. 40 000.-- zur Verfügung, der nicht vollumfänglich beansprucht werden muss, weil verschiedene Gönnerbeiträge und Gratislieferungen eingehen.
Der Verein hat inzwischen eine Mitgliederzahl von 146 erreicht.

1978
Während dieses Sommers werden die Renovationsarbeiten am Mythenhaus abgeschlossen.
Die Abrechnung ergibt Gesamtkosten in der Höhe von Fr. 54 575.--, wobei eine Restschuld von Fr. 38 761.-- verbleibt. Es werden also Eigenleistungen im Betrage von Fr. 15 814.-- erbracht.
Die Hausräucki findet Samstag, 21. Oktober, statt, wobei sich das Wetter von der misslichen Seite zeigt, so dass nur eine kleine Anzahl Mythenfreunde der Einladung Folge leistet. Pfarrer Franz von Holzen nimmt die Einsegnung des «höchsten Hauses» seiner Pfarrei vor.

1979
lm Vordergrund stehen dieses Jahr Verbesserungen am Mythenweg, besonders im Gebiet der Totenplangg. Vor allem soll der glitschig gewordene Teil des Weges aufgerauht werden.
Am 5. November fällt der Schopf einer Feuersbrunst zum Opfer, ausgelöst durch einen Blitzschlag. Zu diesem glimpflich abgelaufenen Unfall orientierte das Bezirksamt Schwyz in der Lokalpresse wie folgt:
Das Bezirksamt Schwyz teilt mit: Gestern Montag, ca. 12.45 Uhr, schlug der Blitz in den hölzernen Schopf auf dem Grossen Mythen ein, welcher bald in hellen Flammen stand und total niederbrannte. lm Schopf befanden sich neben Werkzeugen usw. über 20, zum Teil noch gefüllte Propangasflaschen, aus welchen das Gas des Hitzeüberdruckes wegen entwich. Lediglich eine Gasflasche explodierte. Der Blitz folgte vom Schopf aus einer unterirdisch verlegten kupfernen Gasleitung entlang in das Gasthaus und sprang dann auf einen Eisenträger über. Der Lichtbogen entzündete hierauf die hölzerne Kellerdecke. Der Mythenwirt, der mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt war und sich im Gasthaus oberhalb des Kellers befand, stellt ca. fünf Minuten nach dem Blitzschlag Brandgeruch fest und goss Wasser gegen die rauchende Stelle. Er wollte hierauf Nachschau halten über die Ursache der Rauchentwicklung. Als er ins Freie trat, stellt er fest, dass der Schopf in Vollbrand stand. Da er eine Explosion befürchtete, stieg er sofort zum Gasthaus Holzegg ab, von wo aus die Polizei alarmiert wurde. Es muss als grosses Glück bezeichnet werden, dass nicht auch das Gasthaus ein Opfer der Flammen wurde, da es dem Mythenwirt gelang, das Feuer an der Kellerdecke im Keime zu ersticken.
Am 28. September starb völlig unerwartet inmitten seiner geliebten Bergwelt Oskar Trutmann-Truttmann im Alter von 68 Jahren. Während 21 Jahren gehörte Osi Trutmann dem Vorstand der Mythenfreunde an, davon 8 Jahre als umsichtiger Präsident. Er hinterlässt in unserem Kreis eine grosse und schmerzliche Lücke.

1980
lm Laufe des Winters schlägt der Blitz wieder auf dem Grossen Mythen ein, was Pächter Albert Klein bei der ersten Begehung feststellte. Diesmal trifft der Blitz den Blitzableiter, findet jedoch einen Weg an der Kupferleitung entlang zum Wasserreservoir und auch im Mythenhaus sind einige Brandstellen vorhanden. Ebenfalls ist das Telefon ausser Betrieb. Mit Beschluss vom 4. Juni sichert der Gemeinderat Schwyz dem Verein der Mythenfreunde auf ein Gesuch hin einen jährlichen Beitrag von Fr. 300.-- zu. Diese finanzielle Leistung soll keine Subvention sein, sondern ein Entgelt für eine Dienstleistung (Anzünden des Mythenkreuzes am
1. August).

1981
Ein Höhepunkt dieses Jahres bildet eine Schenkung von Karl und Edi Elsener von der Messerfabrik VICTORINOX im Betrage von Fr. 25 000.--. Die Firma Elsener bringt damit ihre Sympathie für die Bestrebungen der Mythenfreunde zum Ausdruck und ist auch als vorgezogene Jubiläumsgabe zum 100jährigen Bestehen des Unternehmens im Jahre 1984 gedacht.
lm Berichtsjahr wird auch das morsch und faul gewordene Zwischenmythen-Kreuz ersetzt. Das Neuaufrichten besorgt Oskar Trutmann, der in verdankenswerter Weise die Arbeitslöhne in der Höhe von Fr. 420.-- quittiert, während das Elektrizitätswerk Schwyz die Holzlieferung (Fr. 438.--) und die Firma KAWEBA Seewen die Eisenlieferung (Franken 146.--) übernimmt.

1982
Eine Wegverlegung im Gebiet der Totenplangg wird wieder aktuell. Das sorgfältig ausgearbeitete Projekt sieht folgende Wegführung vor: Vom «Bändli» in drei Spitzkehren, dem Rand des roten Nollen entlang, auf den nordöstlichen Gipfelgrat. Durch eine auszubrechende, zwei bis drei Meter tiefe Scharte in die Südostabdachung des Grates. Zuerst etwas unterhalb des Grates, in der Flanke, dann allmählich auf den First und diesem entlang zum Vereinigungspunkt mit dem bisherigen Weg, an der Südostecke des Gipfelaufbaues. Erfreulicherweise ist durch Vermittlung von Hanspeter Annen die «Zürich» Versicherung bereit, die mit Franken
29 000.-- errechneten Kosten bis maximal zu diesem Betrag zu übernehmen.
Die Genossame und der Gemeinderat Schwyz erteilen innert kurzer Frist die Bewilligung zur geplanten Wegverlegung, so dass bereits am 19. Juni die Einweihungsfeier stattfinden kann.
Die Schlussabrechnung ergibt für den eigentlichen Wegbau einen Aufwand von Fr. 32 000.--. Den Ausgabenüberschuss in der Höhe von Fr. 3000.-- gegenüber dem Voranschlag übernimmt anstandslos die «Zürich» Versicherung.
Äusserst erfolgreich verlief die Mitgliederwerbung. Die gut vorbereitete Aktion ergibt einen Zuwachs von 152 Mitgliedern, so dass jetzt 290 Mythenfreunde den Jahresbeitrag von Fr. 15.-- bezahlen.

1983
Im August sind 120 Jahre verflossen, seitdem acht unternehmungslustige Schwyzer den Grossen Mythen bestiegen und in der Folge noch im selben Jahr die Mythenunternehmen AG gründeten. Nachdem, gemäss Protokoll, der Mythenweg «bereinigt» ist, werden neue Aufgaben im Mythenhaus an die Hand genommen. Vor allem muss jetzt die Küche saniert werden. Ein neuer, grösserer Gaskochherd wird auf den Mythen geflogen und installiert. Der Vorstand will auch den ersten Stock besser nutzbar machen und ebenso ist das Abfallproblem noch nicht gelöst.
lm Juni übernimmt Oskar Gemsch, Vizedirektor der SKA die Kasse, nachdem F. J. Horst vorzeitig demissioniert.

1984
Nebst den statutarischen Geschäften stehen an der Generalversammlung vom 10. Mai eher aussergewöhnliche Themen zur Diskussion. Die Mythenfreunde, diskutieren über ausgefallene sportliche Tätigkeiten, wie Ski-Abfahrten vom Mythen und Töff-Rundfahrten um die Mythen. Zwischen den mehrheitlich negativen Voten gibt es auch Stimmen, die Verständnis für derartige Betätigung der jungen Sportler zeigen.
Die Sanierung der Küche, wo teilweise Balken und Decke faul sind, wird Kosten in der Höhe von Fr. 9000.-- verursachen, wie Hüttenchef Oskar Trutmann bekannt gibt. Der Mitgliederbestand ist auf 319 Mythenfreunde angewachsen. Als Neuerung wird vermerkt, dass mit dem Wetterbericht des Gasthaus Holzegg auch die Begehbarkeit des Mythenweges erwähnt wird.
Ende Juli ist das Mythenhaus erneut von einem Blitzschlag getroffen worden, der die Verbrennungstoilette beschädigte. Die Ersatzkosten in der Höhe von rund Fr. 3000.-- beglich die Gebäudeversicherung.

1985
Willy Auf der Maur rapportiert, dass sich in der Nacht auf den 17. Juli am roten Felsgürtel unterhalb des Steinernen Bänkli ein kleiner Felssturz ereignet hat. Ein vorgelagertes, freistehendes Türmchen von ca. 30 m3 gibt zu einiger Besorgnis Anlass. Eine Begehung mit Kantonsingenieur Konrad Annen und einem Geologen ergibt, dass keine unmittelbare Absturzgefahr besteht. Doch wird das Türmchen versiegelt und weiterhin beobachtet.
Am restaurierten Mythenhaus müssen Farbschäden ausgebessert werden. Auch sind die neuen Jalousien bereits teilweise verfault, was auf extreme Witterungsbedingungen zurückgeführt wird. Die Solar-Station, welche Telefon, WC und Notlichtinstallationen betreibt, funktioniert einwandfrei.
Oskar Trutmann macht den Vorstand auf den allgemein schlechten Zustand des Mythenhauses aufmerksam. Nach seiner Ansicht soll man mit lnvestitionen vorsichtig sein, da vor allem der Unterbau kritisch beurteilt werden muss. Er regt die Schaffung eines Baufonds an.

1986
Der Vorstand wird teilweise neu bestellt. Nach achtjähriger Kassier- und zehnjähriger Präsidialzeit ist Walter Lacher amtsmüde. Als neuer Präsident wird Oskar Trutmann gewählt, und als neuer Aktuar Rochus Schuler jr. als Nachfolger seines Vaters. Josef Letter wird als Nachfolger von Oskar Trutmann neuer Hüttenchef und Arnold Hediger jr. nimmt als Vertreter der Sektion Mythen SAC den Platz des bisherigen Präsidenten Konrad Annen ein. lm Amt bestätigt werden Oskar Gemsch als Kassier und Willy Auf der Maur als Wegchef. An der Generalversammlung vom 1. Mai orientiert Oskar Trutmann die Mythenfreunde dahingehend, dass der Vorstand einen Architekten in der Person von Viktor Weibel beigezogen habe, um das Mythenhaus fachmännisch zu begutachten. Auf das Jubiläumsjahr 1991 hin soll das Mythenhaus in neuem Glanze erstrahlen!

1987
Die Generalversammlung vom 30. April kann einen Rekordaufmarsch von 51 Personen verzeichnen. Der Mitgliederbestand hat 324 Mythenfreunde erreicht und das Vermögen stieg auf Fr. 24 046.--.
Für die notwendige Entwässerung und Entfeuchtung des Mythenhauses sowie für die Belüftung des Kellers bewilligen die Mythenfreunde einen Betrag von Fr. 8000.--.
AIs willkommene Neuerung ist zu vermerken, dass Albert Klein von den PTT ermächtigt wurde, auf dem Mythen Postwertzeichen zu verkaufen.
Geschäftsführer Walter Grab von der «Schwyzer Zeitung» AG und Hans Steinegger stellen den neuen Bildband «Rund um die Mythen» vor. Das gelungene Werk von Alois Suter wird mit Applaus verdankt.

1988
Dieses Jahr kann der Verein der Mythenfreunde auf sein 125jähriges Bestehen zurückblicken. Während dieser Zeitspanne haben die Mythenfreunde die nicht immer leichten Probleme mit vollem Einsatz und viel ldealismus gemeistert. Der Verein der Mythenfreunde ist der Wächter und Betreuer des Wahrzeichens von Schwyz. Dank dem jederzeit vorbildlichen Einsatz seiner Mitglieder ist der Schwyzer Hausberg jedem Bergwanderer zugänglich und tatsächlich erklimmen auch jedes Jahr tausende von Bergfreunden und Naturliebhabern die stolze Felspyramide.
Auf den Verein der Mythenfreunde warten aber neue Aufgaben, für die er sich voll und ganz einsetzt. Das Mythenhaus befindet sich, wie fachmännische Untersuchungen ergeben haben, in einem Zustand, in dem sich eine Sanierung kaum mehr rechtfertigen dürfte. Deswegen planen die verantwortlichen Mythenfreunde ein neues Mythenhaus, das bis zum Jubiläumsjahr 1991 erstellt werden soll.

1989
Alle Baubewilligungen für das Mythenhaus liegen vor, das Abwasserproblem ist geregelt. Es wird eine Baukommission für den Hüttenbau bestimmt (Kommissionspräsident: Osi Trutmann, Mitglieder: Josef Letter, Jürg Lacher, Karl Bamert und Willy Auf der Maur). Das Projekt realisieren die beiden Architekten Josef Reichlin und Alois Mettler. Das Einholen von Offerten und die Mittelbeschaffung für das neue Gipfelhaus laufen auf Volltouren (36 Gönner spenden CHF 1'000.-- oder mehr)! Es werden Anteilscheine à CHF 100.-- verkauft und gleichzeitig Mitglieder geworben, die Zahl hat sich erfreulicherweise fast verdoppelt; Stand 649. Es fehlen immer noch CHF 200'000.-- Eigenkapital!
Ende Oktober gilt es Ernst, einige Frondienstler räumen das Mythenhaus.
Das Vereinsjahr wird überschattet durch den plötzlichen Tod des Kassiers Oscar Gemsch, er war die treibende Kraft in der Finanzkommission und seit 1983 im Vorstand.

1990
Der Kostenvoranschlag nach Offerten beläuft sich auf CHF 468'613.--. Im Januar wird die Arbeitsvergebung für den Neubau vollzogen. Wegen Abriss und Neubau des Mythenhauses wird in diesem Jahr kein Pachtzins erhoben. Im April liegt das Baumaterial auf der Haggenegg zum Flug bereit. Für die nächsten Monate wird ein Blechcontainer mit Kochgelegenheit aufgestellt, damit Albert Klein die Bauarbeiter bewirten kann. Am 6. September ist der Neubau zu 98% fertig.
Finanzierung: es fehlen immer noch CHF 150'000.--. Auch Bundesrat Otto Stich, 'Säckelmeister der Eidgenossenschaft' wird um einen Beitrag angegangen.
Der Verein der Mythenfreunde erhält eine Anfrage, das Mythenhauses über den Winter als Drogen-Rehabilitierungscenter zur Verfügung zu stellen!
Paul Schelbert wird als Kassier für den verstorbenen Oscar Gemsch gewählt.

1991
Zur Einweihung des neuen Mythenhauses pilgern am 1. Juni zahlreiche Gäste auf unseren Hausberg. Vikar Stefan Zelger segnet das neue Haus ein. Bemerkenswert ist der grosse Freiwilligen-Einsatz; 80 Frondienstler leisteten 3038 Gratisstunden! Aus dem Erlös der Stabellen mit dem Namen und Familienwappen, Preis CHF 1'000.-- pro Stück, wird Mobiliar angeschafft.
Im September wird der Weg durch die Sap Kp I/62 saniert.
Der Gemeindebeitrag für das Anzünden des 1. August-Mythenkreuzes von CHF 300.-- ist nicht mehr kostendeckend; dem Gesuch um Erhöhung auf CHF 500.-- wird entsprochen.
Anlässlich der Aufführungen des Mythenspiels zur 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft wird der Mythen mit Scheinwerfern beleuchtet.
Am 17. Oktober kommt es zu einem politischen Treffen zwischen dem Stadtrat Zug und dem Gemeinderat Schwyz. Als Dankeschön für die namhaften Spenden werden sie zu einer Besichtigung des neuen Mythenhauses eingeladen. In gemütlicher Runde wird der Gedankenaustausch gepflegt.
Trudi Reichmuth wird als erste Frau in den Vorstand gewählt und übernimmt von Rochus Schuler das Amt der Aktuarin.
Leider zeigt sich unser Hausberg im Jubeljahr nicht nur von seiner guten Seite. Am gleichen Tag, innerhalb kurzer Zeit, verunglücken drei Kletterer am Gr. und Kl. Mythen tödlich.

1992
Das Mythenhaus ist mit CHF 580'532.20 in den Aktiven.
Das fertig erstellte Haus wird von der Baukontrolle der Gemeinde abgenommen.

1993
Der Bote der Urschweiz titelt am 3. Dezember: 'Albert Klein, Schwyz, 25 Jahre Mythenpächter - exponiertester Beizer feiert Jubiläum'. Als Geschenk wird ihm eine Glasscheibe mit dem Sujet der Mythen übergeben.
Der Heli-Landeplatz rutscht ab und muss einer Sanierung unterzogen werden.
Der Verein der Mythenfreunde wird der Steuerpflicht unterstellt!  

1994
Die Statutenrevision wird von der GV genehmigt, der Verein der Mythenfreunde wird gemeinnützig und somit von der Steuerpflicht befreit.
Jahresrechnung: der Verein ist schuldenfrei.
400 Meter verzinkte Ketten werden für den Mythenweg angeschafft.
Die Mythenbegehungen werden mittels Lichtschranke elektronisch gezählt (vom 5. Mai bis am 29. Oktober sind es 26'234 Besucher).
Am 17. September ist der Mythenweg auf den Tag genau 130-jährig. In einer schlichten Feier mit der Weggruppe und dem Anzünden des Mythenkreuzes wird diesem denkwürdigen Tag gedacht.

1995  
Um eine bessere Wasserqualität zu erreichen wird eine UV-Anlage zur Entkeimung installiert. Zudem wird die Solaranlage erweitert (Budget-Betrag je CHF 5'000.--). Vandalenschäden am Mythen, es ist fast nicht zu glauben, Absperr- und Sicherungsseile wurden durchgeschnitten, einige Sicherungsseile angeschnitten und Orientierungstafeln weggerissen.

1996    
Blitzschaden CHF 9'000.--.
Die hölzerne Fahnenstange auf dem Gipfel wird durch eine 12 m hohe Metallstange ersetzt.

1997  
Willy Auf der Maur tritt nach 25-jähriger Vorstandstätigkeit zurück, sein Nachfolger wird Jürg Lacher. Jürg übernimmt den Hüttenchef; Josef Letter amtet künftig als Beisitzer.
Die Blitzschutzanlage muss neu konzipiert und teilweise geändert werden. Mit einer Ringschutzleitung wird die Erdung verbessert.
Neuerliches Gesuch um Wintermiete des Mythenhauses wird vom Vorstand einhellig abgelehnt.
25-Jahre-Jubiläum 1. August-Mythenkreuz mit Carlo Janitti. Das Besondere an diesem Jubiläum ist, dass jeweils am National-
feiertag unseres Landes ein gebürtiger Italiener das Freiheitskreuz entfacht!

1998    
Nach 30-jähriger Tätigkeit geht die Ära Albert Klein zu Ende. Er hat den Mythen geprägt wie kein anderer! Bei jedem Wetter, bei Wind, Schnee und Sonnenschein hat er in all den Jahren den Gipfel ca. 4‘500 mal bestiegen. Aus dem Mitgliederkreis sind drei Bewerbungen eingegangen. Die Wahl des neuen Mythen-Wirtepaares fällt auf Xaver und Maria Fischer aus Dürnten.
Die Weggruppe feiert ihr 10-jähriges Jubiläum (der Gründer war Willy Auf der Maur).

1999    
Erste Saison mit dem neuen Wirtepaar. Wettermässig berichten sie von einem schlechten Start, Xaver Fischer zählt 34 Nulltage…

2000    
10 Jahre sind vergangen seit dem Abbruch und Neubau des Mythenhauses. Als Dankeschön werden die ehemaligen Frondienstler zu einem Apéro auf den Grossen Mythen eingeladen.
Der Weg präsentiert sich in tipp toppem Zustand.
Arnold Hediger als Vertreter des SAC übergibt den Vorstandssitz an Hans Reichmuth.

2001    
Wegchef Karl Bamert tritt nach 13 Jahren zurück, er wird durch Jürg Lacher (bisher Hüttenchef) ersetzt. Neuer Hüttenchef wird Hansjörg Anderrüthi.
Das Projekt einer vierten Auflage des Mythenpanoramas von Prof. Dr. Albert Heim wird in Angriff genommen. Als Student zeichnete Heim 1866/67 das zwei Meter lange 'Panorama von der grossen Mythe'. Lupenfein wurden die Linien mit einer Stahlnadel auf Stein gezeichnet. Noch fehlte die geologische Struktur des Aufbaus der Alpen. Nachdem Heim in den Ruhestand getreten war, erfolgte 1922-24 eine Neubearbeitung aufgrund 300 theodolitisch eingemessener Punkte. Das überarbeitete Panorama hat sogar eine Länge von 3 Meter.

2002
Die Mittelbeschaffung für die Neuauflage des Mythenpanoramas läuft. Gedruckt werden 100 Stk. Faksimilie nummeriert (Ausgabe der ersten Auflage 1866/67) und 2000 Stk. Normale mit Neopond-Umschlag (Ausgabe der 1922-24 überarbeiteten Fassung).
Die Erneuerung der Solaranlage kostet CHF 20'000.--.
Beim Roten Nollen (zwischen Kehre 34/35) wird der Weg durch Felsabspaltungen immer schmäler. Der Einbau eines Metallsteges soll die gefährliche Stelle überbrücken.
Am 4. November wird auf dem Mythengipfel eingebrochen, nebst Mythenfreunden gibt’s auch Mythenfeinde…

2003  
Am 11. Juni findet die Vernissage des neuen Mythenpanoramas im Forum der Schweizer Geschichte statt.
In der Schweiz ist ein Klettersteig-Trend festzustellen, welcher auch vor dem Mythen nicht halt macht. Die Ausschreibung des Projekts wird jedoch nach mehreren Einsprachen wieder fallen gelassen.
Auf dem Mythengipfel wird sogar geheiratet, erste Hochzeit ganz in Weiss!
Am 4. September steht Carlo Janitti (Mitglied des 100er Club und Entfacher des 1. August-Mythenkreuzes) drei Mal auf dem Gipfel und stirbt am Abend völlig überraschend im Alter von 62 Jahren.

2004
Der Mitgliederbeitrag wird um CHF 5.-- auf CHF 20.-- erhöht.
Die Fernsehsendung 'Hopp dä Bäsä' rund um den Mythen wird ausgestrahlt, im  Interview ist Präsident Osi Trutmann zu sehen.

2005  
Dem 2400 m langen Mythenweg steht eine grosse Sanierung bevor, es sind Kosten von CHF 96'000.-- veranschlagt (das ist 27.5 mal mehr als die Erstellungskosten anno 1864). Die speckige Wegsohle wird mit einem Aufrauhgerät bearbeitet, die Absperrseile sowie die rostigen Ketten durch Chromstahlketten ersetzt. Der Weg kann mit gewissen Einschränkungen immer begangen werden. Speziell zu erwähnen ist der enorme Einsatz von Wegchef Jürg Lacher. Als Bauleiter leistet er sage und schreibe 484 Frondienststunden!
Im Oktober findet mit den Frondienstlern und Sponsoren die Einweihung des gefreuten Werkes statt.

2006  
An der GV wird Jürg Lacher zum ersten Ehrenmitglied ernannt.
Erfreulicher Bescheid der Gemeinde Schwyz. Dem Gesuch um Beitragserhöhung des 1. August-Mythenkreuzes auf CHF 1'000.-- wird entsprochen.
Ein heftiger Blitzschlag beschädigt am 30. Mai die Solaranlage. Mit gewaltiger Wucht reisst er bei der Blitzableitung einen Graben auf, bis hinunter zum Mythenweg, Schadenssumme CHF 14'000.--.
Aufgrund der Abklärungen in Sachen Haftungsfragen rät die Geschäftsstelle des SAC eine neue Warntafel 'Betreten auf eigene Gefahr' am Einstieg des Weges zu montieren.
Der Zwüschet Mythenweg wurde in unzähligen Stunden fertig saniert. Grossen Dank gebührt wiederum Jürg Lacher und seinen Helfern Sepp Grüter und Hans-Peter Hauri.
Der 10. Juni war ein grosser Schock für den Vorstand. Völlig unerwartet stirbt Präsident Osi Trutmann mit nur 59 Jahren. Auf der Alp Zwüschet Mythen erliegt er einem Herzversagen (er war 30 Jahre im Vorstand tätig, wovon 20 Jahre als Präsident). Auf früheren Wunsch von Osi übernimmt Hans Reichmuth, schneller als erwartet, das Präsidium ad interim.  

2007    
Wirtewechsel auf dem Grossen Mythen. Nach 8 Jahren muss Xaver Fischer aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit beenden. Aus neun schriftlichen Bewerbungen tritt Burkhard Eggenberger, genannt Eggi aus Widen/AG die Nachfolge an.
Hans Reichmuth wird zum Präsidenten gewählt. Neu als Beisitzer in den Vorstand gewählt wird Wisi Müller.

2008    
Wisel Nideröst engagiert sich seit Jahren für den Grossen Mythen und war auch Mitglied der Weggruppe. Für seine Verdienste wird er zum ersten Freimitglied gewählt. Als Vertreter des SAC wird Wädi Arnold in den Vorstand gewählt. Für den zurücktretenden Revisor Edgar Auf der Maur folgt Sepp Grüter.
Ein ganz ideenreicher Witzbold hat auf dem winterlichen Mythen die Fahne aufgezogen (gehisste Fahne bedeutet, der Weg ist offen). Um keine Berggänger in Gefahr zu bringen, muss diese entfernt werden. Das Vorstandsmitglied Wisi Müller erledigt diese Winterbegehung.
Der ehemalige Mythenwirt Xaver Fischer erliegt am 10. Juli seiner Krebserkrankung.

2009    
CHF 97'000.-- Anteilscheine verfallen zu Gunsten des Vereins der Mythenfreunde.
Eine neue Elektro-Hauptverteilung muss installiert werden, Kosten CHF 10'000.--.
Ehrung für Peter Gujer vom 100er-Club; der Präsident kann ihm für 20 Jahre Mythenpöstler gratulieren!
Für den zurücktretenden Revisor Bruno Hicklin folgt Carla Contratto.

2010    
An der GV wird Paul Schelbert zum zweiten Ehrenmitglied ernannt.
Nach 20 Jahren übergibt der Kassier sein Amt an Stephan Trutmann (Sohn von Osi Trutmann). Die dritte Generation ist angetreten!
Ein gewaltiges Gewitter zieht am 1. August über Schwyz hinweg, die Entfachung des Mythenkreuzes ist unmöglich. Hüttenwirt Eggi entkommt ganz knapp einem Blitzschlag.

2011    
Es gab leider nicht nur glückliche Momente auf unserem Hausberg. Zwei tödliche Unfälle auf dem Mythen-Bergweg und ein Kletterunfall am Haggenspitz sind die traurige Bilanz. Am 5. Juli 2011 ist ein Wanderer im Abstieg aus ungeklärten Gründen ca. 200 m abgestürzt. Sechs Tage später musste ein 24-jähriger Arther kurz unterhalb des Haggenspitzes sein Leben lassen. Der dritte Unfall ereignete sich am 19. November 2011, als eine Frau stolperte und dabei ihr Leben verliert.
Seit Oktober 2011 ist der Grosse Mythen auch eine Bike-Strecke? Drei junge Burschen aus Schwyz verwirklichten einen Challenge! An einem Abend während der Woche haben sie ihre Downhill-Bikes hinaufgetragen und sind den Bergweg hinunter gefahren. Durch Streckenposten, ausgerüstet mit Funk, wurde der Weg gesichert. Das ganze haben sie mit Helmkameras gefilmt und im Youtube veröffentlicht – was natürlich einen regelrechten Wirbel in den Medien auslöste…
Im August wurde unser Hausberg mit einem 4,4 Meter breiten ‚Trachtenbank‘ beehrt. Der Verband der Schreinermeister erstellte zu ihrem 10-jährigen Jubiläum eine limitierte Anzahl Holzbänke mit dem Logo für das Eidg. Trachtenfest 2010 und machte damit Werbung in eigener Sache. Die 5 überdimensionierten Bänke wurden nun an auserwählte Interessenten verschenkt. Eggi konnte für den Grossen Mythen ein Exemplar ergattern. Sein Trumpf hat gestochen - er hatte die spontane Idee, am Samstagabend, anl. des Grossanlasses das Mythenkreuz anzuzünden – jetzt wurde er dafür belohnt!

2012
Die Aktivitäten stehen ganz im Zeichen der Organisation des 150-jährigen Jubiläums im Jahr 2013. Das OK unter der Leitung von Josef Letter beabsichtigt zwei Anlässe durchzuführen:

  1. Jubiläums-GV mit Unterhaltungsprogramm im MythenForum
  2. Feierliche Messe in der Holzeggkapelle, anschliessend gemeinsamer Aufstieg auf den Grossen Mythen und Einweihung eines neuen Gipfelkreuzes, Apéro (der Anlass findet zusammen mit der Sektion Mythen SAC statt)

Am 21. September stirbt Albert Klein 77-jährig, nach einem Schlaganfall und gesundheitli­chen Gebrechen.
Er war 1969 – 1999 Hüttenwirt auf dem Grossen Mythen.

Die Mythen – IM HERZEN DER SCHWEIZ:
Am 19. Oktober findet im MythenForum in Schwyz die gut besuchte Buchvernissage mit dem Schriftsteller Emil Zopfi und dem Fotografen Robert Bösch statt.

2013
1. Jubiläumsanlass / GV mit Unterhaltungsabend, 12. April 2013:
197 Mythenfreunde feiern im MythenForum ihr 150-jähriges Jubiläum. Das Schwergewicht des Abends wird auf die Unterhaltung und den Humor gelegt! Die Anwesenden sollen ein paar gemütliche und unbeschwerte Stunden im Kreise Gleichge­sinnter erleben. Mit viel Witz und Schalk führt Vorstandsmitglied Wisi Müller durch das vielfältige Pro­gramm. Der formelle Akt wird kurz gehalten; mit 5 Minuten und 51 Sekunden wird es die kürzeste GV aller Zeiten…

Verbundenheit zwischen dem SAC Mythen und den Mythenfreunden:
Zum 150-jährigen Jubiläum überreicht SAC-Präsident Wädi Arnold dem Verein der Mythenfreunde einen Check über CHF 1899.-- (einen Franken pro Höhenmeter des Grossen Mythen). Diese sehr grosszügige Geste unterstreicht die langjährige Verbundenheit der beiden Vereine bis auf den heutigen Tag! Das Geld wird, als bleibendes Andenken, für das neue Gipfelkreuz verwendet.

2. Jubiläumsanlass / Einsegnung Gipfelkreuz auf dem Grossen Mythen, 15. September 2013:
Zusammen mit der Sektion Mythen SAC wird in der Holzeggkapelle eine feierliche Messe zelebriert. Anschlies­send segnet Pater Alois Kurmann auf dem Grossen Mythen das neue Gipfelkreuz mit treffenden Worten ein. Der geistige Vater des Kreuzes ist das Vorstandsmitglied Wisi Müller, der mehrere Varianten entwarf. Stabilität und Dau­erhaftigkeit waren die Anforderungskriterien. Es hat einen Metallkern und ist mit Lärchenholz beplankt. Die Metallarbeiten verrichtete der Mythen­freund Alois Fässler, Metallbau, Obdorf, Schwyz und zwar gratis!

Ein weiteres, äusserst grosszügiges Jubiläumsgeschenk macht die Mobiliar Versicherung, sie überweist CHF 7‘500.-- auf einen Fahnenfonds.

Walter Lacher (ehemaliger Kassier und Präsident 1968 - 1986) ist am 9. Januar 2013 nach einem reich erfüllten Leben im Alter von fast 90 Jahre verstorben.

2014
Wahlen: An der GV wird Josef Letter zum dritten Ehrenmitglied ernannt. 
Wädi Arnold als Vertreter des SAC übergibt den Vorstandssitz an Stephan Baumann.
Todesfälle: Der Tag der Wegöffnung am 10. Mai 2014 wurde von einem schrecklichen Arbeitsunfall überschattet; nicht am Mythen direkt, aber in unmittelbarer Nähe. Walter Fritschi vom Berggasthaus Holzegg ist bei Unterhaltsarbeiten von einem Seilbahnmasten tödlich abgestürzt. Im Sommer kam es zu einem weiteren Todesfall auf dem Gipfel selber; ein Berggänger erlag an einem Herzinfarkt.
Blitzschlag: In der Nacht vom 11. Juni 2014 schlug der Blitz in das Ökonomiegebäude ein, dort befindet sich das Gaslager! Ein Druckventil wurde zerstört und das Gas floss mit Überdruck durchs Hüllenrohr ins Mythenhaus. Am anderen Morgen, bei Inbetrieb-
nahme des Herdes, brannte sofort der ganze Raum und der Koch bekam eine neue Frisur! Der Brand konnte schnell gelöscht werden. Armin Schelbert der "Mensch" rannte in den Gaskeller und drehte alle Gasflaschen zu. Er stellte fest, dass auch das Druckventil brannte. Dank der Geistesgegenwart von Armin konnte Schlimmeres verhindert werden - der grosse Knall blieb glücklicherweise aus...
Der Schaden belief sich auf über CHF 18'000.-- (bis auf den Selbstbehalt hat die Versicherung alles bezahlt).
Mythenwirt: Im Vorsommer eröffnete Eggi, der Mythenwirt, ein neues Tätigkeitsfeld in Walau. Er betrieb den Mythen quasi als Satelliten und stellte Personal ein. Nach eingehender Erörterung hat der Vorstand beschlossen, das Mietverhältnis mit Burkhard Eggenberger zu beenden.
Legat: Gross war die Freude über den eingeschriebenen Brief vom Bezirksgericht Schwyz. Frau Hedwig Elsener-Weber sel. verfügte in ihrem Testament, dem Verein der Mythenfreunde CHF 10'000.-- zu überweisen.
Rotenfluebahn: Pünktlich auf die Skisaison 2014/15 bekam die Mythenregion eine weitere Perle. Es ist dem Durchsetzungsver-
mögen der Verwaltungsrats-Präsidentin Nathalie Henseler zu verdanken, dass diese Bahn realisiert werden konnte.

2015
Wahlen: Wegchef Jürg Lacher demissioniert nach 18-jähriger Vorstandstätigkeit.
Sein Engagement für den Verein der Mythenfreunde war ausserordentlich (Bauleiter am neuen Mythen­haus; Hüttenchef; anschliessend Wegchef; Projektleiter und Bauführer an der Gesamtsanierung des Mythenweges). Die Befestigungs- und Sicherungs-
techniken tragen die unverkennbare Hand­schrift vom Fachmann Jürg Lacher (Ehrenmitglied seit 2006).
Er übergibt sein Amt dem 22-jährigen Pascal Ehrler, er ist gelernter Kun­denmaurer.
Neuer Mietenwirt: Die Vergabe ging an Werner Ruhstaller und Annagreth Schuler.
Sie bewirtschaften seit 7 Jahren die nachbarschaftliche Alpwirtschaft Zwäcken und sind mit der Mythenregion bestens vertraut.
Unfälle: Zwei Personen stürzten am kleinen und zwei am grossen Mythen tödlich ab (Kurven 9 und 26). Eine eingehende Kontrolle des Weges und auch die Rücksprache mit der Kantonspolizei haben ein klares Bild ergeben. In beiden Fällen war der Weg in einwandfreiem Zustand und alle Sicherungsmittel in Ordnung. Die Verunfallten hatten grosses Pech und sind beim Abstieg gestolpert oder ausgerutscht.
Der „Mensch“: Dieses Jahr bestieg Armin Schelbert den Gipfel sagenhafte 465 Mal (ergibt 232‘500 Höhenmeter)! Am 3. Oktober feierte er den insge­samt 3‘333-igsten Aufstieg. Er sorgt dafür, dass der Mythen, das „Matterhorn der Wanderer“, noch bekannter wird. Fernsehauftritte: Aeschba­cher, Schweiz Aktuell, Donnschtig-Jass, Tele1, etc.
Printmedien: Bote der Urschweiz, Coop Zeitung, Schweizer Illustrierte, etc.

Es war ein sehr heisser Sommer mit einem überaus gefälligen Spät­herbst. Auch nach der offiziellen Schliessung gab es viele Begehungen. Zwischen Weihnach­ten und Neujahr, bei traumhaftem Wetter und guten Verhältnissen, hatte es Leute wie noch nie!

 

 

 

 

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